Kaum jemand hat sie nicht, die guten Vorsätze fürs neue Jahr. Die Festtage sind vorbei, Diäten haben Hochsaison. Die ganz Tapferen unter uns verzichten auf Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten. Zu Jahresbeginn melden wir uns in Fitnessstudios an und trainieren um die Wette. Doch wie lange hält der gute Wille an? Und wie findet man heraus, welche Diät geeignet ist?
Doch wann sind die Chancen auf Erfolg eigentlich besonders gut? Psychologen empfehlen, möglichst konkrete Ziele zu formulieren. Also anstelle von „Ich will abnehmen“ eher „abends nasche ich nicht vor dem Fernseher“. Mit klaren Zielen ist der Erfolg deutlich größer. Wer jetzt nach den Schlemmereien zu Weihnachten etwas für die Figur tun möchte, ist mit Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung gut beraten. Doch was in der Theorie so einfach klingt, stellt sich im Alltag oft als unüberwindbares Hindernis heraus. Denn Diäten gibt es wie Sand am Meer. Für einen langfristigen Erfolg ist es wichtig zu verstehen, warum Abnehmen so schwierig ist.
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Seit Beginn der Menschheit mussten wir Menschen Hungerperioden überstehen, um zu überleben. Knappe Essrationen und unregelmäßige Nahrungszufuhr waren an der Tagesordnung. Dabei war eine Funktion des Körpers besonders wichtig: „Speichere Deine Energie für die schlechten Zeiten“. Diese Eigenschaft hat uns Menschen über Jahrmillionen am Leben gehalten. Erst seit wenigen Jahren leben wir in den Industrieländern in einem stetigen Überfluss an Nahrung. Genau jetzt wird uns diese genetische Voraussetzung zum Verhängnis. Denn unser Körper hat sich an diesen Überfluss an Nahrung und Bewegungsarmut nicht angepasst. Um abzunehmen muss der Körper mehr Energie verbrauchen als aufnehmen. Doch wie findet man die richtige Diät? |
Generell gilt: Eine Diät, die Ihnen viele Wunder verspricht, wird nicht wirken. Zumindest nicht auf Dauer. Niemand nimmt über Nacht 5 kg ab oder in 2 Wochen10 kg. Realistisch ist eine Gewichtsabnahme von 0,5-1 kg pro Woche. Das ist zwar nicht viel, innerhalb von 8 Wochen können Sie jedoch etwa 4-8 kg abnehmen, und das dauerhaft. Wer schnell viel Gewicht verliert, erhöht sein Risiko für den Jojo-Effekt. Das bedeutet meist ein erneute noch stärkere Gewichtszunahme und zudem ein erhöhtes Risiko für verschiedene Erkrankungen. Denn der Jojo-Effekt kann möglicherweise das Risiko für Gallensteine, Herzbeschwerden und Gebärmutterkrebs erhöhen. Und bei Frauen wurde beobachtet: Depressionen, aber auch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch treten eher bei Personen mit schwankendem Gewicht als bei Personen, die einfach nur etwas mehr wiegen. Das Ziel der Gewichtsabnahme sollte also realistisch sein, um langfristig erfolgreich sein zu können.
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Merkmale einer guten Diät |
Merkmale einer schlechten Diät |
| Diät ist abwechslungsreich, macht satt und schmeckt | Diät ist einseitig (weniger als fünf verschiedene Lebensmittel pro Tag), z.B. Ananas- oder Eier-Diät |
| Diät kennt keine Verbote | Bestimmte Lebensmittel sind strikt verboten |
| Täglich werden 1.200 bis 1.600 kcal aufgenommen (alternativ: täglich 500 bis 1.000 kcal weniger) | Die tägliche Energieaufnahme ist sehr gering (weniger als 800 kcal) |
| Gewicht sinkt langsam, aber stetig, über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen) | Verspricht hohen Gewichtsverlust in kurzer Zeit (zum Beispiel drei Kilogramm in drei Tagen) |
| Berücksichtigt persönliche Vorlieben und Abneigungen | Kauf von Wunder- oder Schlankheitsmitteln empfohlen |
| Neuer Ess- und Lebensstil wird geprägt, der dauerhaft ausgelegt ist. Empfohlen werden drei- bis fünfmal pro Woche mindestens 30 Minuten Sport. | Gewichtsabnahme ohne Änderung der Essgewohnheiten; keine Empfehlungen für eine dauerhafte Ernährung nach der Diät |
Dünn sein alleine ist auch nicht unbedingt gesund. Laut Frankfurter Berufsschulstudie sind dünne Menschen nicht automatisch gesund. Beispielsweise betrifft die Insulinresistenz –ein „Vorbote“ für Typ2-Diabetes - nicht nur übergewichtige Jugendliche, sondern vor allem schlanke, Raucherinnen, die sich wenig bewegen.