Ihr Ratgeber zum Thema Laktoseintoleranz

Kakao - das Getränk der Götter!

Wir wussten es schon immer – Kakao und Schokolade haben etwas Göttliches. Zarter Schokoladenschmelz, der auf der Zunge zergeht oder eine heiße Tasse dampfender Kakao -  nichts ist besser für die Seele. Zu verdanken haben wir das göttliche Getränk den Olmeken, der Urbevölkerung am Golf von Mexiko.  Sie prägten lange vor Mayas und Azteken das Wort „cacao“. Der wissenschaftliche Name des Kakaobaumes, aus dem auch die Schokolade hergestellt wird, ist Theobroma cacao L., was so viel wie „Speise der Götter“ bedeutet. Inzwischen ist der Kakao nicht nur auf der ganzen Welt verbreitet, sondern auch wissenschaftlich erforscht. Was verstckt sich eigentlich noch in Kakao und Schokolade?

Die Bedeutung der Qualität von Kakao wussten schon die mexikanischen Ureinwohner zu schätzen. Die Tatsache, dass gute Kakaobohnen wie Gold als Zahlungsmittel eingesetzt wurden, macht den damaligen Wert dieser Ware deutlich. Nach Europa gelangte der Kakao erst nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus. Hier kamen anfangs jedoch nur reiche Adelige in seinen Genuss, die das bittere Getränk nicht sehr schätzten. Erst nach der Zugabe von Zucker und Honig nahm der Erfolg des Kakaos in Europa seinen Lauf. Heute isst alleine der Deutsche im Schnitt 11 Kilogramm Schokolade pro Kopf und Jahr, das entspricht einer Menge von 110 Tafeln! Der Sortenvielfalt sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

 

Vom Baum zum Pulver

Kakaopulver wächst natürlich nicht am Baum, sondern durchläuft einen langen Verarbeitungsprozess. Es wird aus den fermentierten und getrockneten Samen des tropischen Kakaobaumes, den Kakaobohnen, gewonnen. Dazu werden zunächst die Früchte mit einer Machete von Hand geerntet und die Kakaosamen samt Fruchtfleisch entnommen.

 

Nach der Gärung, bei der die typischen Kakaoaromen entstehen, werden die Bohnen getrocknet und gereinigt. Der so genannte Rohkakao kann nun geröstet und gemahlen werden. Beim Mahlen schmilzt das Fett, die Kakaobutter und hinterlässt die klebrige Kakaomasse. Diese wird dann zu Kakaopulver oder Schokolade weiterverarbeitet.  


 

Schokolade – Genuss- oder Heilmittel?

Seit vielen Jahren spielt die Schokolade in unserer Ernährung die Rolle des schwarzen Peters. Der hohe Fett- und Zuckeranteil (eine Tafel Schokolade enthält etwa 550 Kalorien) wird für Karies, Übergewicht sowie weitere Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Zuckerkrankheit verantwortlich gemacht. Auch wenn der Kaloriengehalt sicher zu berücksichtigen ist, lohnt doch ein Blick auf weitere Inhaltsstoffe. Denn die natürlich enthaltenen Antioxidantien in Schokolade können auch Positives bewirken wie wissenschaftliche Untersuchungen in den letzten Jahren gezeigt haben. Jede Schokoladensorte außer weißer Schokolade enthält sogenannte Polyphenole, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Sie sollen etwa Entzündungen hemmen oder Krebs vorbeugen. Möglicherweise können sie auch vor freien Radikalen schützen und so Arteriosklerose vorbeugen. Das bedeutet jedoch (leider) nicht, dass Sie sich nur noch von Schokolade ernähren sollen! Denn sie ist und bleibt ein Genussmittel, die „süße Sünde“. Wenn nun noch ein positiver Nutzen für die Gesundheit (vor allem bei dunkler Schokolade) dazu kommt – schaden kann’s ja nicht!

 

…und das ist drin: 
 

Schokolade

Fett (g/ 100 g)

Laktose (g/ 100 g)

Energie (g/ 100 g)

Calcium(mg)

Weiße Schokolade 31 7-8 543 270
Vollmilchschokolade 32 8-10 536 215
Zartbitterschokolade 34 k.A. 498 45

 

Quelle: Heseker/Heseker: Die Nährwerttabelle, 2010, Neuer Umschau Buchverlag

 

Schokolade- eine Übersicht über die verschiedenen Sorten:

Schokolade

Kakaotrockenmasse

Kakaobutteranteil

Milchtrockenmasse

  Milchfettanteil    

Milchschokolade mind. 35 Prozent - mind. 14 Prozent mind. 3,5 Prozent
Vollmilchschokolade mind. 30 Prozent - mind. 18 Prozent mind. 4,5 Prozent
Edle/ Feine Schokolade mind. 43 Prozent mind. 26 Prozent - -
Zart-/ Halbbitterschokolade mind. 50 Prozent mind. 18 Prozent - -
Bitterschokolade mind. 60 Prozent - - -
Weiße Schokolade  - mind. 20 Prozent mind. 14 Prozent mind. 3,5 Prozent

 

Quelle: www.aid.de